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OFC - Eintracht Frankfurt Am. 0 : 0 |
Kein Geflügelsalat auf dem Berg - Mühsam nährt sich das OFC-Hörnchen |
Gerne hätte ich meine Erste Online-Analyse eines OFC-Spiels in fröhlicherer Stimmung und besserer Laune abgeliefert, aber das Schicksal und eine auf mich reichlich planlos wirkende OFC-Mannschaft haben es nicht gewollt. So muß ich mich mit der nüchternen und wenig erbaulichen Realität begnügen. Vor geschätzten ca. 6.500 Zuschauern - offiziell: 5.628 - war einmal mehr über weite Strecken Armut gegen Elend Trumpf am Bieberer Berg. Gegen die Westentaschenausgabe der Roland Koch-AG-Hessen gab es ein enttäuschendes torloses Unentschieden nach mäßigem Spiel. Und dies obwohl die Unsympathentruppe vom Riederwald zwar Manni Binz, aber mit Wenzel lediglich einen Akteur des "Profianschlußkaders" aufgeboten hatte. Zwar wurde durchaus gekämpft und geackert, von System und Konzeption freilich war bei unseren Kickers eher wenig zu sehen. Man hatte das Gefühl, daß die Jungs zwar wollen, es aber nicht besser können und zudem noch mental blockiert sind. 90 Minuten lang wird nach der Devise "nur nicht verlieren!" herumgewurstelt, egal wie der Gegner heißt. Es fehlt Plan und Esprit im Spiel, vieles ist auf Zufälle abgestellt. Wir sind ganz offensichtlich außerstande, gegen irgendeinen Gegner in dieser Liga druck- und eindrucksvoll das Spiel zu machen. |
Fazit: Dürftige Leistung! Für ein Derby, wenn auch nur ein kleines, war entschieden zu wenig "Pfeffer" im Spiel. In einem Spiel gegen die Gummiadler - auch wenn es nur die B-Truppe ist - muß man schon aus Gründen der Imagepflege anders auftreten und mehr Mut zum Risiko zeigen. Es springt derzeit kein Funke über, nicht von der Mannschaft auf die Fans und umgekehrt ebensowenig. Wir stehen spielerisch und taktisch genau wieder dort, wo wir bereits in der Vorrunde angesiedelt waren und sind besonders in Heimspielen alles andere als souverän. Dennoch bin ich überzeugt, daß sich unsere Unentschiedenkönige so zum Klassenerhalt wursteln werden. Der derzeitige 11. Tabellenplatz - bekommt Siegen tatsächlich 3 Punkte geklaut, sind wir 10. - ist jedenfalls eher schmeichelhaft. Wir müssen damit rechnen, unsere verbleibenden Heimspiele vor jeweils knapp 4.000 Besuchern (offiziell sind das dann so etwa 3.174) zu absolvieren. Meine Spielbewertung: ** |
* = grauenhafter Auftritt, einfach grottenschlecht ** = eher dürftiges Spiel, am besten schnell vergessen *** = durchschnittliche Partie, einzelne positive Ansätze **** = ordentliches Fußballspiel, ausbaufähige Leistung ***** = guter Fußball, das Kommen hat sich gelohnt ****** = Klassepartie, die so richtig Spaß gemacht hat |
Ob ich in dieser Saison einen einzigen "Sechser" werde vergeben können, erscheint mehr als fraglich. Ich würde mich aber schon über ein paar "Fünfer" tierisch freuen und selbst mit "Vierern" könnte ich als leidgeprüfter OFC-Sympathisant noch ganz gut leben. ;-) |

hier findet Ihr 18 weitere Fotos vom Spiel gegen den VEB |
Hämische Geste eines VEB-Spielers in Richtung des OFC-Blocks unmittelbar nach Spielende. Solche sympathischen Zeitgenossen sollten sich eigentlich nächste Saison in der Oberliga Hessen bei gekürzten Bezügen wiederfinden. |
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Das wußte natürlich auch Coach Lippert von den Lizenztricksern und hatte seiner Mannschaft verordnet, tief gestaffelt die Räume für den OFC eng zu machen, um dann überfallartige Konter zu setzen - genau das Spielsystem, mit dem wir am wenigsten anfangen können. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr ging diese Taktik auf und wir mußten, zumal konditionell erneut in Hälfte zwei stark abgefallen, am Ende sogar noch froh sein, nicht durch einen Konter der ungebetenen Gäste das Match als Verlierer zu beenden. Das wäre die perfekte Blamage gewesen und außerordentlich rufschädigend. Mehr als das Unentschieden war freilich auch nicht verdient, wenn wir ehrlich und selbstkritisch sind. Nur sch... auf verdient oder unverdient, wenn der Drehschuß von Adi Dworschak reingeht, ist die Welt in Ordnung und das Wie interessiert plötzlich keinen mehr. Es sprach schon Bände, daß Kochs Lieblingskicker beim Apfiff nicht einmal triumphierend die Fäuste ballten. Gottlob verkniff sich Uns-Ramon diesmal auch derartige Gesten. ;-) Äußerst dürftig war der Support im Stadion, der - leider - zu 75 Prozent von den 500 VEB-Hanseln vom anderen Ufer bestritten wurde. Ich hätte mir gewünscht, Block 2 hätte von Anfang an mit größter Lautstärke supportet und die kleinen Großkotze durch ein gellendes Pfeifkonzert bei jedem Ballkontakt verunsichert. Vielleicht hätte sich so etwas bewegen lassen. Zur Zeit ist es aber so, daß viele eher aus "Pflichtgefühl" zum Berg pilgern, ohne mental die letzten Reserven zu mobilisieren. Tabellenmäßig sieht es mit nach wie vor drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, wie ihn z.B. die Geflügelheimer einnehmen, bei einem Spiel weniger als die meisten Konkurrenten gar nicht so übel aus. Und das Nacholspiel bei Schlußlicht Neunkirchen wird - so Gott will und es eines schönen Tages doch noch einmal angepfiffen werden sollte - ganz sicher mit einem "grandiosen" 1:1 enden, denn für ein Remis sind wir schließlich (fast) immer gut. Ob wir das freilich in einer Woche beim Abstiegskandidaten Elversberg schaffen, erscheint mir mehr als fraglich, zumal die Saarländer ohne jede Übertreibung ein echter Angstgegner des OFC sind. Immerhin könnte es im nächsten Heimspiel gegen die derzeit mehr als desolaten Degerlocher mal wieder einen Dreier geben oder zittern wir uns etwa auch gegen die bloß zu einem Unentschieden durch? |
Es tut mir leid, daß sich mein pessimistischer Tipp zu den Derbys bewahrheitet hat. D-Ream ist mein Zeuge, daß ich Mitte letzter Woche auf zweimal unentschieden getippt hatte. Ich hätte es mir auch lieber anders gewünscht. Seien wir ehrlich, nach außen hin gefielen wir uns ganz gut in der Position: "Diese Geflügeldeppen sind unter unserer Würde und langweilen uns nur, das richtige Derby kann sich nur zwischen den A-Teams abspielen." Innerlich hatten wir aber durchaus darauf gesetzt, den Riederwälder Staatsfußballern so richtig eins überzubraten, schon aus Imagegründen und um eben hinterher wieder sagen zu können, daß die ohnehin nicht unserer Preisklasse entsprächen. So gesehen war es heute eine umso heftigere Enttäuschung. Wie gesagt, unser Spiel gegen die VEBler empfand ich als ziemlich besch.....(eiden) und den Support als dürftig, ja nahezu beschämend. Glücklich die, die sich sowas nicht regelmäßig antun müssen! Aber bei uns ist es wohl so eine Art innerer Zwang. Obsession nennt dies der Psychiater. ;-) Und ich weiß genau, daß ich spätestens gegen die blauen Kickers wieder hoffnungsvoll auf dem "Bersch" stehen werde, einmal mehr bereit, bitter enttäuscht zu werden. Leider bin ich unheilbar krank und vom Kickers-Virus befallen, der zumindest zu regelmäßigem Erbrechen an den Spieltagen führt. Ein schwacher Trost, daß die Lilien, Bankfurt und viele andere in dieser Klasse genauso trostlosen Fußball abliefern wie wir und es offenbar auch nicht besser können. Eigentlich mag ich den Ramon sehr und sehe ihn als einen durch und durch sympathischen Vertreter seines Fachs, als "ehrliche Haut" und als äußerst verständnisvollen - vielleicht zu verständnisvollen - Zeitgenossen. Aber nach solchen Spielen wie heute frage ich mich schon, ob den auf mich bisweilen etwas mimosenhaft wirkenden Spielern nicht ein Schleifertyp wie Lorant - auch wenn ich den persönlich gar nicht mag - besser bekommen würde, der vielleicht durch Druck mehr an Leistung und Hingabe herauskitzeln könnte. Ich meine, nicht nur ein Patrick Falk könnte, ja müßte weitaus mehr aus sich herausholen. Und wenn ich an die Szene denke als Michael Petry - ich bin übrigens wirklich kein Petry-Gegner und meine, er verkauft sich jetzt im großen und ganzen eher ordentlich - bei seiner Auswechslung im Schneckentempo zur Außenlinie kroch, so als wollten wir das glorreiche 0:0 um jeden Preis über die Zeit retten, zweifle ich schon ein wenig an der Cleverness und Inspiration einiger OFC-Akteure. Nun gut, von außen läßt es sich immer leicht meckern, andererseits sind wir als zahlende "Mitleidende" durchaus berechtigt, unseren Senf dazuzugeben und auch mal herbe Kritik zu üben, wenn sie angebracht ist. Im Augenblick freilich müssen wir halt mit dem, was wir haben und können, Vorlieb nehmen und uns zum Klassenerhalt zittern, auf daß es denn in der nächsten Saison heißen möge: neues Spiel, neue Spieler, neues Glück. Mir persönlich geht es so: ich könnte schimpfen über meine Kickers, an ihnen schier verzweifeln und manchmal zornesrot in der Visage anlaufen, dennoch aber meine ich, auch und gerade nach solchen Spielen wie heute: Zusamme schaffe mer's !! |