Nicht ganz alltägliche
Tierdokumentationen
Dokumentationen und Fotoreportagen aus der Tierwelt sind eine meiner
Lieblingsbeschäftigungen. Solche veröffentliche ich bisweilen auch in der
Wetterauer Zeitung. Meine Reportagen in diesem Blatt findet ihr hier.

An dieser Stelle habe ich einmal drei in meiner Sicht originelle
Tierdokumentationen herausgegriffen, die ich Euch vorstellen möchte:
Schaf in "Seenot"

Bloß ein dummes Schaf? Mitnichten, vielmehr eine bedauernswerte Kreatur, der geholfen
werden musste: Am Sonntag, den 29. Juli 2002, entdeckte nämlich gegen 19:00 Uhr ein
Spaziergänger und Fotograf (na wer wohl?) am Hang des Bergwerksees bei Weckesheim
(Wetterau) ein Schaf in misslicher Lage. Das arme Tier - zu einer dort weidenden Herde
von rund 400 Schafen gehörend - war offenbar ausgerutscht und hatte sich zwischen zwei
Holzstegen in der Übergangszone zum Wasser verfangen. Es hatte wohl schon viele
Stunden mit dem Körper im Wasser liegend in diesem jämmerlichen, hilflosen Zustand
verbracht und schien sich längst aufgegeben zu haben. Völlig entkräftet und leise röchelnd,
unternahm es nicht den geringsten Versuch mehr, sich zu befreien. Mit vereinten Kräften
und einer Decke gelang es dem Entdecker und drei zu Hilfe gerufenen ortsansässigen
jungen Leuten, das Schaf zu bergen und zunächst in einer sicheren Mulde am Hang
"zwischenzulagern". Die unermüdliche Helferschar - unterdessen auf rund zehn Personen
angewachsen - bemühte sich in den folgenden zwei Stunden rührend um das nach wie vor
völlig apathische Tier, auf dessen Überleben man keine Wetten abschließen mochte. Es
wurde massiert und trockengerieben sowie von allen Seiten mit Grünzeug und Obst
versorgt, da es immerhin Nahrung zu sich nahm. Dieser Umstand gab dem "Pflegepersonal"
Auftrieb und die Hoffnung, doch auf dem richtigen Weg zu sein. Und siehe da, kurz vor
Einbruch der Dunkelheit hatte sich der Zustand des Schafes erheblich gebessert und es war
sichtlich "über den Berg". Die Hilfsbereitschaft der herbeigekommenen Menschen, die sich
sämtlich mit Engagement um das bedauernswerte Schaf bemühten, stimmt den Verfasser
dieser Zeilen optimistisch, zeigt es doch, dass es mehr Tierfreunde gibt als man vielleicht
annehmen mag.
Und hier geht es weiter
mit der Geschichte des
kultigen Katers Karli
Wenn Ihr Igel mögt,
findet Ihr hier eine
interessante Story